Zur internationalen Mitarbeit des
deutschen Zweiges in der AIEJI

Association des Educateurs allemands (VEGJD e.V.) in der AIEJI (Assocation internationale des éducateurs sociaux)


Seit über
65 Jahren
internationale
Tagungen


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Kurzinformationen zu unserem Weltverband AIEJI


International association of social educators
Association internationale des éducateurs sociaux
Association international de educadores sociales
Internationale Vereinigung von Sozialerziehern

Zur Geschichte (siehe auch Zur Geschichte des VEGJD e.V.
)

Die AIEJI wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Schluchsee/ Schwarzwald gegründet.
Im April 1949 fand ein international besetztes Treffen mit niederländischen, französischen und deutschen Teilnehmern zum Thema ?Probleme bei der Erziehung von schwierigen Kindern und Jugendlichen? statt.
Das Ziel war es in gemeinschaftlicher Kooperation die Erziehung der vielen Kinder und Jugendlichen auszurichten, die nach dem Krieg heimatlos und verwaist waren.
Als ein Ergebnis wurde die AIEJI offiziell im März 1951 gegründet.

Die AIEJI heute
Die AIEJI ist eine globale Organisation mit Mitgliedern aus Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika und Nordamerika.
Der Vorstand setzt sich aus Vertretern von Europa, Russland, Palestina, den USA, Brasilien, Chile und Uruguay zusammen.
Regionale Vertretung gibt es in Barcelona (Europa), Moskau (Russland), Tel Aviv (Mittlerer Osten), Michigan (Nordamerika) und Valparaiso in Chile (Lateinamerika).

Mitgliedschaft
Es gibt in der AIEJI drei Mitgliedskategorien
A: Nationale Vereinigungen von ?Sozialerziehern?
B: private oder öffentliche Agenturen, Forschungsinstitute, Einrichtungen und andere professionsnahe Organisationen
C: Einzelmitglieder

Professioneller Fokus
Aus historischer Sicht lag der Fokus auf der Erziehung von benachteiligten Kindern und jungen Menschen.
Heute deckt die AIEJI das gesamte Feld der Sozialpädagogik ab. Dies beinhaltet sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche, Menschen mit geistiger Behinderung, Menschen mit psychischer Erkrankung, Wohnungslose und Suchtkranke.

Zielsetzung
Ist die Unterstützung und Förderung der Philosophie der Sozialpädagogik - verstanden als aktives Mitein-bezogensein in ein partnerschaftliches Verhältnis mit den KlientenInnen, mit ihnen - aber auch mit ihren Familien und Gemeinschaften - einzeln oder in Gruppen so zu arbeiten, dass sich ihre Stärken und ihr persönliches Potenzial weiterentwickeln kann.

Visionen
- Vereinigung von Sozialarbeitern aller Länder
- Förderung einer qualitativ guten Praxis, die danach strebt, das Beste für die Menschen sicherzustellen, denen die Profession dient.
- Stärkung des Reichtums von Diversität: Förderung der Zusammenarbeit von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Kulturen im Rahmen der internationalen Mitgliedschaft der AIEJI.
- Einen Beitrag zur Entwicklung von professioneller Erziehung und Förderung zu leisten, um die Kompetenzen aller Sozialarbeiter zu mehren.
- Förderung der Organisation der sozialarbeiterischen Profession
- Verstärkte Vernetzung zwischen den AIEJI-Mitgliedern um die internationale Zusammenarbeit voranzutreiben.
- Betonung der professionellen Praxis und erzieherischen Methoden, deren Grundlage die Menschen- und Kinderrechte der Vereinten Nationen sind.

Mittel
- Förderung der Gründung von Sozialarbeiterzusammenschlüssen in Ländern, in denen solche Organisationen noch nicht existieren.
- Organisation internationaler Kongresse, Expertengespräche sowie Seminare der Gesamt-, interregionalen und regionalen Ebene.
- Förderung des internationalen Austauschs von Personen und Ideen.
- Förderung der Entwicklung und der Anwendung von Wissen durch Forschung, Veröffentlichungen, Austausch von Dokumentationen bezüglich Sozialer Arbeit, menschliche Fürsorge und Zusammenarbeit bei der Verbreitung praxisorientierter oder wissenschaftlicher Inhalte im Arbeitsfeld.
- Zusammenarbeit mit den Vereinigten Nationen sowie deren spezialisierten Unterorganisationen aber auch mit anderen internationalen oder nationalen Organisationen unabhängig von ihrem zwischenstaatlichen, staatlichen oder nichtstaatlichen Status.
- Alle anderen Mittel, die den Zielen und Zwecken dieser internationalen Vereinigung dienlich sind.

Veröffentlichungen u.a.:
- Diskussionspapier über die Rolle von Sozialarbeitern in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen
- Diskussionspapier über die Rolle von Sozialarbeitern in der Arbeit mit sozial benachteiligten und verhaltensgestörten Kindern und Jugendlichen
- Download unter www.aieji.net:
+ The common platform for social educators, 2006
+ The professional competencies for social educators; a conceptual framework, 2006
+ Erklärungen: Barcelona 2003, Montevideo 2005, Copenhagen 2009

Website:
- Schaffung eines globalen Online-Netzwerks für Sozialarbeiter
Suche nach Arbeitsstellen für internationale Studienbesuche
- Austausch von Wissen zwischen verschiedenen Arbeitsstellen
- Suche nach relevanten Forschungsergebnissen, Projektpartnern, Schulen etc.
- Stärkung der internationalen Zusammenarbeit

Laufende Aktivitäten
- PR & Marketing
- Kooperation mit entsprechenden internationalen Organsiationen
- Erlangung eines konsultativen Status mit den Vereinten Nationen und der Europäischen Union
- Weitere Veröffentlichungen

Weltkongresse:
Alle vier Jahre richtet der AIEJI einen Weltkongress in einem der Mitgliedsländer aus. Diese Kongresse bringen Erzieher, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen aus aller Welt zusammen.
So nahmen am Weltkongress 2009 über 600 Teilnehmer aus über 40 Nationen teil.

Der XVIII. Weltkongress 2013 findet zum Thema ?Soziale Inklusion und Integration? vom 21. bis 24. Mai 2013 in Luxemburg statt.

Mehr Infos finden Sie unter:
www.aieji.net



Zur Zeit ist der VEGJD e.V. im internationalen Vorstand des AIEJI mit unserer 2. Vorsitzenden Heike Beermann vertreten.



Die nachfolgenden Texte sind teilweise in englischer Sprache verfasst ? die Übersetzung folgt demnächst!

- PURPOSES AND GOALS (Zweck und Ziele der AIEJI)
- DIE ERKLÄRUNG DER AIEJI VON KOPENHAGEN 2009
- Liste der Vorstandsmitglieder der AIEJI

PURPOSES AND GOALS

PURPOSES

The purpose of die association is to emphasize and promote the philosophy of social education and its uniqueness in being actively involved in partnership with clients working with them, not only individually but in groups, families, communities, in the milieu - towards the development of their strengths and in resolving personal, social and community difficulties.The purposes then are to:

1. Unite social educators from all countries and promote quality practice that seeks to ensure the best for people served by the profession.

2. Encourage the richness of diversity by promoting the working together of people of different backgrounds and cultures through the international membership of AIEJI
3. Contribute to the development of professional education and training to increase die competence of all social educators.

4. Promote the organization of the social education profession and encourage networking among AIEJI members to increase international collaboration.

5. Emphasize professional practice and educational methods based on die United Nation?s declarations of human and children?s rights.

GOALS

The association will seek to carry out its stated purposes by means of

1. Encouraging the creation of social educator associations in countries in which there are no such organizations.

2. Organizing international congresses, colloquia, seminars of a general, interregional or regional nature.

3. Promoting international exchange of persons, ideas and contribute to the study of protection of persons nationally and internationally and to facilitate contacts for its members with educational experiences carried out around the world.

4. Promoting the development and utilization of knowledge through research, publication, exchange of documentation concerning social education, human welfare, and collaboration on practical and scientific publication in the field.

5. Any other means appropriate to the purposes and goals of this international association.

DIE ERKLÄRUNG DER AIEJI VON KOPENHAGEN 2009


Mit dem XVll AIEJI Weltkongress 2009 sollten die Möglichkeiten unseres professionellen Wirkens analysiert und evaluiert werden und dies im Lichte einer globalisierten Welt - einer Welt, die sich derzeit in einer tiefgreifenden wirtschaftlichen Krise befindet.
Es ist von grösster Wichtigkeit, die Wirtschaftskrise zu bekämpfen, die soziale Härten für Millionen von Menschen bedeutet und die Gefahr zu verarmen, erhöht. Eine Krise, die besonders die Lebensbedingungen und Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigt und schwere negative Folgen für die Existenzbedingungen von Menschen mit Behinderungen und Menschen mit anderen Beeinträchtigungen hat.

Als Erzieher/innen und Sozialpädagogen/innen ist es unsere Aufgabe, auf die Auswirkungen dieser Krise für gefährdete Kinder und Jugendliche sowie besonders gefährdete Gruppen aufmerksam zu machen: Betroffen sind Menschen mit psychischen Störungen und Behinderungen, Menschen mit Abhängigkeiten (Alkohol, Drogen), Menschen ohne festen Wohnsitz und viele andere Menschen, deren prekäre Lebenslagen verschlimmert wird.

Als Erzieher/innen und Sozialpädagogen/innen müssen wir den Druck auf nationale Regierungen und internationale Vereinigungen verstärken und fordern, dass sie sich um jene kümmern, die am härtesten von der Krise betroffen sind. Wir müssen internationale Hilfsorganisationen darin bestärken, dass sie gezielt Hilfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene leisten, welche in Folge der Krise von gesellschaftliche Ausgrenzung bedroht sind oder bereits ausgegrenzt sind.
Die humanitären Folgen dieser Krise sind enorm. Durch das Versagen des Wirtschafsliberalismus ist aber die einzigartige Chance entstanden, die globalisierte Welt neu zu gestalten. Dies gilt es zu nutzen.

Als Erzieher/innen und Sozialpädagogen/innen müssen wir uns für eine globalisierte Weltordnung einsetzen, von der alle Menschen profitieren. Wir müssen willens sein, einen zentralen Beitrag zu leisten, um den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu fördern und zu erhalten. Wir müssen neue Allianzen eingehen und
Kommunikationswege über nationale Grenzen hinweg schaffen. Wir müssen neue und progressive Wege gehen, um soziale Gerechtigkeit herzustellen.

Globale Netzwerke und neue Medien schaffen nationenübergreifend die Möglichkeit für Erzieher/innen und Sozialpädagogen/innen, sich mit ihren Berufskollegen/innen aus anderen Ländern auszutauschen und die bestehende Praxis und Methodik der sozialpädagogischen Arbeit gemeinsam weiterzuentwickeln. Dieser
gemeinsame Wissens- und Erfahrungsaustausch wird unser Berufsverständnis stärken.

Unsere Zusammenarbeit wird vor allem jenen Menschen zu Gute kommen, die wir in unserer alltäglichen Arbeit unterstützen und denen wir unsere Hilfsdienste anbieten. Es ist eine Arbeit die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung erfordert und eine regelmässige Weiterentwicklung der beruflichen Standards, um sicherzustellen, dass unsere Klienten/innen die bestmögliche Unterstützung erhalten, die wir als Erzieher/innen und Sozialpädagogen/innen in einer globalisierten Welt,leisten können.

Unterstützt von den Teilnehmenden aus 44 Ländern



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